Wintersonne über dem Huangpu, und im Duft der Bücher versammelten sich Gäste aus nah und fern. Am 29. Januar 2026 fand in der Shanghai Library East die Auftaktveranstaltung zur 8. Ausgabe des Aufsatzwettbewerbs „Zusammen in Shanghai“ sowie der Neujahrsempfang für internationale Studierende unter dem Motto „Über Berge und Meere an den Huangpu“ erfolgreich statt.
Chen Jing, stellvertretender Direktor des Ständigen Ausschusses des Städtischen Volkskongresses von Shanghai und der Vorsitzende des Shanghai-Volksvereins für Freundschaft mit dem Ausland(SPAFFC), Su Lin, die stellvertretende Vorsitzende des SPAFFC, Yang Chunhua, die Sekretärin des Parteikomitees der Shanghai Library, Ni Jun, die stellvertretende Sekretärin des Parteikomitees der Shanghai Library, sowie weitere Ehrengäste wohnten der Veranstaltung bei. Gemeinsam mit mehr als hundert internationalen Studierenden sowie Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen kamen sie zusammen, um dieses Ereignis mitzuerleben, das kulturelle Tiefe mit menschlicher Wärme verband.
Zu Beginn der Veranstaltung machte die Ansprache von Su Lin, die stellvertretende Vorsitzende des SPAFFC, die Offenheit und das humanistische Selbstverständnis dieser Stadt eindrucksvoll greifbar. In ihrer Rede betonte Yang Chunhua, Sekretärin des Parteikomitees der Shanghai Library, die Shanghai Library sei seit jeher Botschafterin kultureller Vermittlung und ein verbindendes Band des chinesisch-ausländischen Kulturaustauschs – zugleich das „öffentliche Kulturwohnzimmer“ dieser faszinierenden Stadt. Anschließend stellte Ni Jun, stellvertretende Sekretärin des Parteikomitees der Shanghai Library, offiziell das visuelle Hauptmotiv der diesjährigen Ausschreibung des Aufsatzwettbewerbs „Zusammen in Shanghai“ sowie des Aufrufs zur Einreichung kurzer Videobeiträge vor und erläuterte den Ablauf. Seit seiner Gründung wurde der Wettbewerb bereits sieben Mal erfolgreich durchgeführt; in diesem Jahr kommt erstmals die Form der Kurzvideo-Einreichung hinzu. Damit wird einerseits die Tradition fortgeführt, echte Gefühle durch Texte zu vermitteln, und andererseits dem Trend vielfältiger Ausdrucksformen der Gegenwart Rechnung getragen. Ziel ist es, mehr Menschen dazu einzuladen, die Entwicklung und den menschlichen Resonanzraum Shanghais mit Feder und Kamera festzuhalten und so die schöne Vision zu verwirklichen: „die Welt Shanghai sehen zu lassen und Shanghai die Welt sehen zu lassen.“
Der Programmpunkt der kulturellen Beiträge war von Herzlichkeit getragen. Der frühere Preisträger Yijie aus Pakistan berichtete – getragen von der Kraft des geschriebenen Wortes – von seiner tiefen Verbundenheit mit Shanghai; zwischen den Zeilen war seine Liebe und Zuneigung zu dieser Stadt spürbar. Der niederländische Unternehmer Danny, in Shanghai als ausländischer „Ladenchef“ bekannt, erzählte anhand eines Kurzvideos und seines Berichts vor Ort von seinem Weg des Gründens und Lebens in Shanghai und davon, wie er zum „Shanghai-Kenner“ wurde, und zeichnete damit ein lebendiges Bild des Aufeinandertreffens und der Verschmelzung unterschiedlicher Kulturen. Die Geschichten der beiden Beitragenden stehen zugleich für die wechselseitige Annäherung zwischen Individuum und Stadt und sind ein anschauliches Sinnbild für Shanghais offene Haltung – und die Shanghai Library ist Zeugin und Vermittlerin dieser wertvollen Erzählungen.
Die kulturellen Darbietungen waren vielfältig und fesselnd und bildeten ein lebendiges Medium für den kulturellen Austausch zwischen China und anderen Ländern. Die Rezitation von Tang-Gedichten durch internationale Studierende der Pädagogischen Universität Shanghai ließ Klassiker aus vergangenen Jahrhunderten Sprach- und Ländergrenzen überwinden und neu aufleben. Der Tanz der tongaischen Studierenden der Ozean-Universität Shanghai brachte die Leidenschaft und den Rhythmus der Inselwelt des Südpazifiks in den Saal – frei und glühend wie eine Meeresbrise. Der Tanz afrikanischer Studierender schließlich zeigte mit kraftvollen Trommelschlägen und schwungvollen Schritten die einzigartige Ausstrahlung afrikanischer Kultur. Drei Darbietungen mit ganz unterschiedlichem Charakter vermittelten doch dieselbe Idee: Jede Kultur entfaltet ihre eigene Schönheit – und in ihrer Begegnung entsteht gemeinsame Schönheit; der Saal dankte mit anhaltendem Applaus.
Nachdem Chen Jing, stellvertretender Direktor des Ständigen Ausschusses des Städtischen Volkskongresses von Shanghai und der Vorsitzende des SPAFFC, die Veranstaltung offiziell für eröffnet erklärt hatte, trat die 8. Ausgabe des Aufsatzwettbewerbs „Zusammen in Shanghai“ sowie der Aufruf zur Einreichung kurzer Videobeiträge in eine neue Phase ein.

Im zweiten Teil der Veranstaltung bereitete die Shanghai Library für die internationalen Studierenden eine sorgfältig kuratierte Neujahrs-Kulturveranstaltung unter dem Motto „Über Berge und Meere an den Huangpu“ vor. Eine Kunstausstellung zum Tierkreiszeichen Pferd ließ die Teilnehmenden die Tiefe der traditionellen chinesischen Tierkreis-Kultur erleben. Die Hanfu-Erfahrung ermöglichte ein immersives Kennenlernen der Schönheit chinesischer Kleidungskultur. Das Erlebnis der immateriellen Kulturtechnik des Abreibens und Übertragens traditioneller Muster ließ die Wärme überlieferten Kulturerbes buchstäblich mit den Händen spürbar werden. Durch diese immersiven und interaktiven Kulturangebote konnten die internationalen Studierenden in fröhlicher Atmosphäre die festliche Stimmung des chinesischen Neujahrs erleben und ihr Verständnis sowie ihre Wertschätzung für die hervorragende traditionelle chinesische Kultur vertiefen.
Die 8. Ausgabe des Aufsatzwettbewerbs „Zusammen in Shanghai“ sowie der Aufruf zur Einreichung kurzer Videobeiträge sind nun offiziell eröffnet. Eingeladen sind alle internationalen Freundinnen und Freunde, die in Shanghai studieren, arbeiten, sich engagieren und leben, das Erlebte und Empfundene zu Papier zu bringen und den Glanz der Stadt mit der Kamera einzufangen. Die Shanghai-Bibliothek freut sich darauf, gemeinsam mit Freundinnen und Freunden aus aller Welt Shanghai in Text und Bild zu verstehen und zu lieben, damit jede aufrichtige Emotion in dieser Stadt einen bleibenden Abdruck hinterlässt und die Freundschaft zwischen China und der Welt im kulturellen Miteinander nachhaltig wächst.